"Einmachen - Einwecken"
Mit dieser Projektarbeit habe ich mich 2024 für den Kunstpreis „CityARTists 2024“ beworben.


Das Anlegen von Lebensmittelvorräten ist schon seit sehr langer Zeit ein Grundbedürfnis der Menschheit. Vorrat halten bietet eine große Sicherheitsversorgung im Winter, in Zeiten der Not – ob in Kriegszeiten, einer Weltwirtschaftskrise oder in Zeiten von Inflation.
In meiner Heimatstadt Bonn produziert die Firma Weck Glasgefäße, in denen durch Einkochen/Pasteurisieren die Lebensmittel haltbar gemacht werden.
Ich selber wurde in einem Elternhaus groß, in dem schon von meiner Mutter und Großmutter Obst aus unserem Obstgarten „eingeweckt“ wurden. Als Kind wurde ich oft in den „Einmachkeller“ geschickt, um aus dem Regal ein Glas mit Obst zu holen.
Im Laufe der Zeit war die Vorratshaltung und das „Einmachen“ nicht mehr so wichtig, da alle Lebensmittel überall und auch zu erschwinglichen Preisen gekauft werden konnten.
Aktuell leben wir im 21. Jahrhundert – leider wird die Menschheit auf allen Erdteilen erschüttert und bedroht durch Krieg, Vertreibung, Hungersnot, Seuchen, Diktatur, Kontrolle des menschlichen Denkens und Handelns. Die Welt ist in einem enormen Erregungszustand.
Daher möchte ich in meinem Projekt nicht etwa Obst und Feldfrüchte einmachen, sondern ich möchte die menschlichen Eigenschaften und Tugenden, die mir wichtig sind, haltbar machen = sprich „Einwecken“.
Dafür verwende ich die alten Weck-Gläser von meiner Mutter und Großmutter. Einmachen / haltbar machen / erhaltbar machen möchte ich, auch für zukünftige Generationen z.B. Lebendigkeit, Hilfsbereitschaft, Güte, Regenbogenfarben, Kreativität, Integration, Vielfalt, Anders-sein, Freiheit, Herzenswärme, Zivilcourage, Toleranz, Demut, Daseinsfreude, Poesie, Ehrlichkeit, Optimismus und mehr.
Für den Inhalt der alten Weck-Gläser habe ich Collagen aus farblich gestalteten Folien genommen, und mit einer Flüssigkeit bedeckt. Die Einmachzeiten sind jährliche Gedenktage oder haben Bezug zu persönlichen Daten. In der alten Holzkiste könnten sie sicher transportiert werden.
Vielleicht schicke ich ja selber in einigen Jahren meinen Enkel in den Einmachkeller mit der Bitte, mir z.B. ein Glas „Anders-sein“ zu holen.
„ieri oggi domani sempre“, Galerie Rosemarie Bassi

Hier kann ich meine Arbeiten in einer Gemeinschaftsausstellung mit:
SKIZZO, Mary Bauermeister, Patrick Feldmann, Sighard Gille,
Hubertus Giebe, Erhard Hain, Vesna Faiazza, Ralf Kosmos,
Cornelia Renz, VAN SON LE und Simon Quendler zeigen.
Die Vernissage war am Sonntag, 24.September 2023

Vernissage "ART-BLOCK-Variationen" Galerie Rosemarie Bassi

Meine Einzelausstellung wurde am 18.09.2022 mit einer Vernissage eröffnet.
Die Einführung sprach Prof. Dr. Dieter Ronte. Es war eine wunderbare Rede - sie führte auch zu manchem Lacher und Schmunzeln.
Prof. Ronte ist Kunsthistoriker und war Museumsdirektor in Wien, Hannover und Bonn.
Es war eine große Ehre für mich und ich empfinde es als Auszeichnung, dass er die Einführung sprach.






Aufbau meiner Einzelausstellung "ART-BLOCK-Variationen"
Nach Hängung und Präsentation meiner Arbeiten - ein erster fotografischer Rundgang durch meine Ausstellung.



Obwohl meine Arbeiten farbintensiv sind, fanden sie die ideale Anordnung.


